Umbruch bei der EG Engelsberg


  1. Juli 2021

 

Engelsberg

Einen großen Umbruch gibt es bei der Elektrizitätsgenossenschaft Engelsberg, als sich drei engagierte Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der turnusgemäßen Neuwahl nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Aufsichtsratsvorsitzender Franz Ottenthaler, der seit 1993 im Aufsichtsrat der E-Genossenschaft Engelsberg ehrenamtlich tätig ist und seit 2007 den Vorsitz hat, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Bereits 2018 wurde er mit der silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbands ausgezeichnet. Aus den Händen von Anton Kandler vom Bayerischen Genossenschaftsverband bekam er bei der Generalversammlung beim Wirt z’Engelsberg eine Urkunde überreicht mit großen Dank für seine langjährige engagierte Leistung.

 

Hermann Abel, Vorstandsvorsitzender der E-Genossenschaft Engelsberg war seit 1991 ehrenamtlich im Vorstand tätig und war seit 2003 der Vorstandsvorsitzende. Auch er hört jetzt nach 30-jähriger Tätigkeit auf. Kandler zeichnete ihn mit der goldenen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Bayern aus. Kandler sagte, dass hier bei der E-Genossenschaft der Genossenschaftsgedanke stark verwurzelt sei und man gemeinsam auf eine erfolgreiche Entwicklung blicken könne.

 

Auch Bürgermeister Martin Lackner, der seit 2003 im Vorstand der E-Genossenschaft tätig war, wollte nicht mehr verlängern und scheidet damit auch aus. Auch er erhielt für seine ehrenamtliche, langjährige Tätigkeit einen schönen Geschenkkorb.

 

Hans Bauer, 2. Bürgermeister der Gemeinde Engelsberg bedankte sich im Namen der Gemeinde bei allen drei ausscheidenden Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern. Vielen Dank sagte er für das große Engagement in so manchen turbulenten Jahren und überreichte Gutscheine für das leibliche Wohl.

 

Damit ergriff Hermann Abel zum Abschluss das Wort und blickte auf die letzten 18 Jahre seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender zurück. Damals hatte die E-Genossenschaft ein 14 Kilometer langes 20-KV-Netz, heute sind es 37 km, das 400-Volt-Netz hat sich von 45 auf 67 km vergrößert und aus damals 25 Trafostationen sind mittlerweile 41 geworden. Neben dem Netzausbau ist viel passiert in seiner Ära. Große Aufgaben waren die Umsetzung des Unbundling,  der Anreizregulierung und der MaBiS (Marktregeln für die Bilanzierung von Strom) im Zuge der Strommarktliberalisierung oder die Einbindung von über 400 EEG-Anlagen (Photovoltaik und Biogas) in das Netz der Genossenschaft aber auch die Digitalisierung. Es wurden auch viele Baugebiete erschlossen und das Betriebsgebäude umfassend renoviert. Aber auch die Finanzlage hatte man, so Abel immer im Blick. Neben günstigen Strompreisen für die Engelsberger war auch die Gewinnbeteiligung der Mitglieder stets von hoher Priorität. Abschließend bedankte auch er sich für die gute, positive Zusammenarbeit im Vorstand und Aufsichtsrat, alle Beschlüsse wurden immer einstimmig gefasst, was gelegentlich viel Redebedarf erforderte.

 

Unser Bild zeigt (von links: ) Anton Kandler vom Bayerischen Genossenschaftsverband, den scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Franz Ottenthaler, den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Hermann Abel und Martin Lackner, der ebenfalls aus dem Vorstand der E-Genossenschaft Engelsberg ausscheidet.